Geschichte


In den 80er Jahren drang das Thema „Gewalt gegen Kinder“ immer mehr ins Bewusstsein der Öffentlichkeit. Es mobilisierte darüber hinaus auch die Fachwelt.

Eine Vorreiterrolle im Rheinland übernahm Dr. Eugen Jungjohann. Als leitender Arzt der Kinder- und Jugendpsychiatrie der Bergischen Diakonie Aprath kam er immer häufiger mit Kindern und Jugendlichen in Kontakt, deren psychische und psychiatrische Störungsbilder unmittelbar mit seelischen, körperlichen und sexuellen Gewalterfahrungen verknüpft waren. Charakteristisch für seine Arbeit war es, sich dem Gewaltsyndrom aus verschiedenen Richtungen zu nähern. Er baute eine interdisziplinäre Arbeitsgruppe auf, zu der Claus Gollmann und Gudrun Quitmann gehörten, und gründete im Jahr 1988 die Ärztliche Kinderschutzambulanz in Düsseldorf.

Die Erfahrung zeigte, dass Gewaltfamilien in den oft existenziellen Krisensituationen ein besonders komplexes und intensiv geführtes Behandlungssetting benötigen.
Die betroffenen Kinder brauchen neben unmittelbarem Schutz auch eine spezielle diagnostisch-therapeutische Versorgung im stationären Rahmen. So entwickelte sich immer deutlicher das Konzept einer spezialisierten stationären Einrichtung.

 

Im Jahr 1993 wurde die stationäre Facheinrichtung KiD auf Initiative von Dr. Jungjohann als gemeinnützige GmbH gegründet und von Claus Gollmann und Gudrun Quitmann aufgebaut. Als Gesellschafter fungieren die Hedwig und Robert Samuel-Stiftung, das Dorotheenheim e. V. und das Evangelische Krankenhaus Düsseldorf. Im Jahr 2005 ersetzt die KiD-Stiftung das Dorotheenheim als Gesellschafter.

>> zum Konzept

 
Interview mit Heike Weimann